Felgen für Motorradreifen

Bei der Radentwicklung haben sich zwei unterschiedliche Felgensysteme durchgesetzt. Zum einen wurden Felgen für die Reifen mit Schlauch hergestellt und zum anderen eine spezielle Felgensorte für schlauchlose Reifen. Soll ein Tubetype-Reifen, also ein schlauchführender Pneu, aufgezogen werden, sind WM-Felgen zu verwenden. Für Tubeless-Reifen, die keinen Schlauch benötigen, stand anfangs die MT-Felge zur Verfügung. Sie wurde jedoch inzwischen von der MT H2-Felge mit Hump ergänzt. Diese Weiterentwicklung der Felgentechnik hat einen besonderen Vorteil. Durch den Hump-Aufbau kann der Reifen, wenn er Reifendruck verlieren sollte, nicht in das Tiefbett rutschen.

Bei Tubetype-Reifen sind die verwendeten Schläuche immer passend zu dem Reifentyp zu wählen. Es ist sinnvoll beim Aufziehen neuer Reifen auch neue Schläuche zu benutzen. Zum Schutz der Ventile sollten diese immer durch Kappen abgedeckt werden. Dabei sind Metallverschraubungen den üblichen Kunststoffkappen vorzuziehen. Beim Montieren neuer Tubeless-Reifen empfiehlt es sich, auch neue Ventile zu verwenden.

Die Felge muss den vorgeschriebenen Angaben des Herstellers entsprechen und für diesen Motorradtyp zugelassen sein. Nur Felgen, die in einem tadellosen Zustand sind, sollten mit neuen Reifen ausgestattet werden. Sollen Spezialfelgen zum Einsatz kommen, bedarf es möglicherweise einer Sondergenehmigung. Das muss im Vorfeld des Reifenaufziehens und des Felgenanbaus abgeklärt werden.

Die Montage ist aus Sicherheitsgründen in einer Werkstatt durchzuführen. Hier kann der notwendige Rundlauf der jeweiligen Kombination von Felgen- und Reifentyp abschließend kontrolliert werden. Der Mechaniker verfügt über das Wissen und die entsprechende Ausstattung, um das Auswuchten der Reifen fachgerecht vornehmen zu können. Eher abzuraten ist hingegen von flüssigen Auswuchtmitteln.

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