Reifen Fahrstabilität

Die Stabilität beim Motorradfahren beruht auf der Formfestigkeit der Reifen. Diese entsteht neben der besonderen Gummimischung vor allem durch die speziell auf diese Erfordernisse abgestimmte Innenkonstruktion der Reifen. Die sogenannte Karkasse ist eine Anordnung von Gewebelagen, die als Grundgerüst dem Reifen seine Form und seinen Halt gibt. Nicht selten werden sogar Stahlverstärkungen eingearbeitet.

Es sollte dringend vermieden werden, scharfen Ecken wie beispielsweise Bürgersteigkanten zu überfahren, denn der Reifen kann im Inneren dabei beschädigt werden, selbst wenn es äußerlich nicht sichtbar ist. Der richtige Reifendruck sorgt ebenfalls für den Erhalt der Karkasse und fördert die gesamte Fahrstabilität des Motorrads.

Außerdem sollten immer nur die Motorradreifen aufgezogen werden, die laut der Papiere für dieses Modell zugelassen sind. Ist das Restprofil auf unter 2 mm abgefahren, müssen sie ausgetauscht werden, da eine hundertprozentige Stabilität und Haftfähigkeit nicht mehr garantiert werden können.

Man sollte neue Reifen zu Anfang noch schonen und nicht gleich überfordern. Extreme Beschleunigungen oder Bremsaktionen müssen ausbleiben, bis sich die Lauffläche und die Schulterbereiche der Reifen allmählich aufgeraut haben. Oft hilft ein Lappen mit Aceton oder Bremsenreiniger, mit dem bei neuen Reifen der Trennlack und die Konservierungsschicht entfernt werden kann. Die Kurven sollten langsam angefahren werden, um Schräglagen zu vermeiden. Die Einfahrdauer neuer Reifen beträgt rund 150 bis 200 Kilometer, erst dann haben sie den vollen Grip ausgebildet und bieten die nötige Stabilität für das Motorrad.

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